Ab Ende des 18. Jahrhundert entwickelte sich die moderne, planmäßige Forstwirtschaft, die bis dahin existierenden natürlichen offenen Landschaften wurden aufgeforstet, meist mit schnellwachsenden Nadelgehölze, die ursprünglich in unserem Gebiet nicht beheimatet waren. In den Mittelgebirgen kam häufig die Fichte, auf den nährstoffarmen Sand- und Heideböden des Tieflands kamen Kiefern zum Einsatz. Unsere Wälder in NRW sind durch menschliche Einflüsse geformt, einige wenige Waldpazellen sind relativ naturnah erhaltene Laubwälder.
 
 Darum durchforsten wir reine Monobestände in unseren Naturschutzgebiete und wandeln diese in Artenreiche heimische Laubmischwaldbestände um.
2011
 
  

 

Im 8 mal 8 Meter weitem Pflanzverband werden Rotbuchen und einige Eichen dazu gepflanzt.

 
 

Nach zwei Jahren hat sich eine intressante Mischwaldkultur als Unterstand entwickelt, auch aus den Ahornstümpfe entwickeln sich schöne Kopfbäume.

 
An einige Kopfbäume am Wegesrand habe ich mal den 1.Rückschnitt durchgeführt, im Bestand selber soll kein weiterer menschlicher Eingriff mehr erfolgen.
 

Entwicklung 2015

 
Diese Heidelandschaft versuchte man vor über 60 Jahren in einen Kiefernwald umzuwandeln, was wegen des hohen Galmeierzvorkommen hier in der Region nicht so recht klappte, zur Zeit wird die Umwandlung in die Ursprüngliche Brachlandschaft durchgeführt.
 
Die Kopfbäume in diesen Beständen, sollen schnell Faulholz bilden um Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten zu bieten die an Totholz gebunden sind.
     
                      
In einigen dieser Kopfbäume habe ich Nisthilfen für Vögel und Haselmäuse eingearbeitet.
 
         
 
Die seitliche Schnittstelle habe ich von innen mit Lehmboden zugeschmiert um Durchzug zu vermeiden,
nach einem Jahr ist dieser Schlitz von außen auch wieder zugewachsen.
 
                                                      

 

Zum Ende des 19. Jahrhunderts, besonders aber in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es in Folge der land- und forstwirtschaftlichen Nutzbarmachung sowie tiefgreifender Änderungen landwirtschaftlicher Nutzungsformen (u.a. Entwässerung, Einsatz von Kunstdünger, Aufgabe der Extensivnutzung auf sog. Grenzstandorten) zu einem dramatischen Verlust an Lebensraum-Vielfalt und infolgedessen zu einem Verschwinden oder starkem Rückgang vieler Pflanzen- und Tierarten.

Glücklicherweise entstehen auch in unserer Zeit durch menschliches Zutun immer wieder neue Lebensräume, die spontan von vielen bedrohten Pflanzen und Tieren  besiedelt werden und die für die Erhaltung einiger Arten eine herausragende Rolle spielen. Insbesondere ehemalige Abgrabungen, die der natürlichen Entwicklung überlassen werden, aber auch nicht begrünte Böschungen, Halden und sogar Deponieflächen stellen für einige Arten wertvolle "Über-Lebensräume" dar. Die Bedeutung solcher Sekundärbiotope für das Überleben einzelner Arten und Lebensgemeinschaften darf keinesfalls unterschätzt werden. 

Um die bedrohten Tiere und Pflanzen in diesen Rückzugsgebiete zuerhalten, ist wieder menschliches Zutun erforderlich. Amphibienlaichgewässer schaffen die auch zu Trockenzeiten Wasser halten, vorm Verkrauten und Verbuschen schützen und säubern.

 

Auch Zugänge zu sensible Biotope und wertvolle Ressource müssen zum Schutz vorm Menschen versperrt werden, die sich nicht ans Wegegebot halten. Mit alten Baumwurzel kann man solche Lebensräume nicht nur schützen, man schaft so auch neuen Lebensraum für Tiere und Pilze die an Totholz gebunden sind.

 

Auch nicht heimische Baumarten (Neophyten und Invasive Arten) können für den Artenschutz noch Verwendung finden, indem man diese nicht erdnah absägt und daraus Insektenhotels für Solitärbienen und Wespenarten  fertigt. 

 

 

Folienteiche und PVC-Wannen für Kreuzkröten und Gelbbauchunkenbiotope zu erhalten.

Jedes Jahr in den Wintermonaten müßen diese Becken und Teiche gesäubert werden.

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